Prozessmanagement

Was ist ein Prozessreifegrad und wozu dienen Prozessreifegradmessungen?

Ein Prozessreifegradmodell ist ein einfaches Werkzeug zur aktuellen Standort- sowie zur Zielbestimmung bei Geschäftsprozessen.
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Je nach Reifegradmodell werden hierzu unterschiedliche Kriterien zur zeitpunktbezogenen Beurteilung herangezogen. Je nachdem, wie gut die einzelnen Kriterien erfüllt sind, wird für das betrachtete Unternehmen (organisationsweiter Reifegrad als Mittel aller Prozesse) bzw. den untersuchten Prozess (Einzelprozessreifegrad) ein bestimmter Reifegrad festgelegt. Je besser die einzelnen Kriterien erfüllt sind, desto höher der Reifegrad.
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  1. AS-ISStandortbestimmung: Damit sich ein Unternehmen gezielt verbessern kann, benötigt es zunächst eine individuelle und aktuelle Standortbestimmung. Wo steht das Unternehmen in Bezug auf Prozessmanagement, wo bestehen noch Lücken und Defizite? Wie weit erfüllt das Unternehmen im Vergleich zu anderen Unternehmen Best Practice Kriterien im Bezug auf Prozessmanagement? Hierbei sollte zum einen das Gesamtunternehmen (alle Prozesse) betrachtet werden, zum anderen sollten die einzelnen Hauptprozesse beurteilt werden.
  2. TO-BE – Zielbestimmung: Eine sinnvolle Bewertung erfolgt vor dem Hintergrund einer vorhergehenden Formulierung des gewünschten Soll-Zustandes. Es ist daher erforderlich, die Ziel-Situation bzgl. des Prozessmanagements zu definieren und die Ist-Situation systematisch mit diesem angestrebten Zustand zu vergleichen.
  3. ACT – Transformation – Handlungsbedarf ableiten: Bei der Gegenüberstellung des AS-IS mit dem TO-BE Zustand ergibt sich, in welchen Bereichen bzw. bei welchen Kriterien es einen Handlungsbedarf gibt und wie groß dieser ist.

Standort- und Zielbestimmung sollten regelmäßig im Zuge von Prozessaudits oder-Reviews wiederholt werden. Als Werkzeug zur Standort- und Zielbestimmung sollen abgestimmte Reifegradmodelle eingesetzt werden.

Die Ergebnisse einer Prozessreifegradbeurteilung werden in Form eines Geschäftsprozess-Reifegradberichts – auch Process Maturity Assessment Report  bezeichnet – dokumentiert. Dieser hat für die Prozess-Stakeholder dann einen nutzen, wenn

  • der Reifegrad zum Untersuchungszeitpunkt anhand von standardisierten Kriterien aus dem Process Assessment Model (PAM) beurteilt und die Ergebnisse vollständig und nachvollziehbar dokumentiert wurden,
  • die Entwicklung des Reifegrad über die Zeit für den ausgewählten Geschäftsprozess ersichtlich ist,
  • Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, kommuniziert und auch umgesetzt wurden.

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Mehr Information finden Sie im platinus.Produktsteckbrief zur Prozessreifegradbeurteilung.

Sollen Sie eine Bedarf für Ihre Standortbestimmung  beim Prozessreifegrad haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

 

 

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